Wenn die Katze weg ist
Kommt ein Tiger von seinem Ausflug nicht zurück oder ist er
ausgebüchst, obwohl er nur im Haus lebt, ist meist die Aufregung
groß. Man hofft, daß der Tiger heil und gesund wiederkommt
und weiß vor lauter Sorge gar nicht, was man alles unternehmen
kann. Ich habe mal alles, was mir
dazu einfällt, aufgeschrieben. Weitere Vorschläge nehme ich
gern
auf.
Danke an Andrea Ladner, die auf Fanny wartet, Stefanie Schmitt und
Rosemarie Lange, die die Liste schon erweitert haben.
Das "Meine Katze ist weg"-Programm
- Zettel mit Beschreibung aufhängen, möglichst
mit Bild. Als Orte eignen sich Laternenpfähle in der Nähe,
der Supermarkt, der Bäcker und weitere Geschäfte. Man sollte
auch bei Tierärzten nachfragen, ob man einen Zettel am Schwarzen
Brett aufhängen darf. Bringt
kleine Abreißzettel mit der Telefonnummer an. Auch schreiben:
Bitte
zu jeder Zeit anrufen und/oder bitte anfüttern und schnellstens
anrufen.
Meistens werden kleine Ausreißer in der Nacht oder zur
Morgenstunde gesichtet, dann muß man eben raus aus den Federn.
- Beim Tierarzt zwischendurch mal wieder anrufen und
nachfragen.
- Im örtlichen Tierheim und beim Katzenverein
anrufen. Beim Tierheim solltet Ihr öfter persönlich
vorbeischauen und selbst
gucken. Meist haben sie nicht die Zeit und den Überblick über
all
die abgegebenen Tiere.
- Ihr solltet auch die Müllmänner fragen. Leider
werden Katzen häufig überfahren und die Müllabfuhr
muß die armen
Tiere dann entsorgen. Aber Vorsicht: Manche Müllmänner sind
da
nicht sonderlich mitfühlend. Aber es ist immer besser,
Gewißheit zu haben.
- Alle Nachbarn mit Fragen nerven. Auch die lokalen
Geschäfte wie Bäcker, Metzger usw. Es können gar nicht
genug Leute wissen, daß eine Katze vermißt wird.
- Einen guten Überblick im "Revier" haben auch Zeitungsausträger,
Postboten und Hundebesitzer. Fragt sie, und bittet sie,
sich ein
wenig umzusehen und -hören.
- Suchanzeige in Tageszeitung oder Anzeigeblatt. Diese
Anzeigen
sollten länger geschaltet werden. Mitunter findet eine Katze erst
nach
einiger Zeit ein vorübergehendes Zuhause, und die Menschen gucken
natürlich nicht regelmäßig in den Anzeigenteil.
- Auch lokale Radiosender geben mitunter Suchmeldungen
weiter.
Versucht es einfach mal.
- Abends leise rufend durch die Straßen gehen und
horchen,
ob die Katze nicht irgendwo eingesperrt ist, besonders bei Garagen
und Gartenhäusern horchen. Leider kommt es vor, daß
neugierige Katzen ungesehen irgendwo reinschleichen und dann
eingesperrt werden. Gerade während der Urlaubszeit kann es
passieren, daß sie dann mitunter tage- oder wochenlang gefangen
sind.
- Schaut auch auf Bäumen nach. Besonders junge und
unerfahrene Katzen kommen manchmal nicht wieder runter.
- Stellt etwas zu Fressen raus. Gerade Haustiger treiben
sich
meist in der unmittelbaren Nachbarschaft herum.
- Entlaufene verängstigte Katzen reagieren manchmal nicht auf
das
Rufen ihres Besitzers. Sie machen sich aber evtl. bemerkbar, wenn sie
ihre eigene Stimme hören. Nach Möglichkeit sollte
jeder Katzenbesitzer das Maunzen seiner Katze (und falls die
Möglichkeit besteht, auch den
Lockruf der Katzenmutter für ihre Babys) auf Band aufnehmen, und
dann
bei der Suche am besten nachts abspielen.
Ich hab bestimmt noch was vergessen. Alles, was Euch einfällt,
solltet Ihr auch tun, selbst wenn es Euch albern vorkommt oder Ihr
Angst habt, Euch
lächerlich zu machen. Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel
Glück
und daß Euer Tiger wohlbehalten zurück nach Hause findet.
Und noch etwas: Bitte laßt Eure Tiger kastrieren,
sowohl die
Herren als auch die Damen. Besonders unkastrierte Kater zieht es in die
Ferne,
wenn irgendwo eine rollige Katze ruft.
Eine gewisse Sicherheit bietet auch die Tätowierung
oder ein Chip. Diese Tiere können bei verschiedenen
Organisationen registriert
werden:
Werden sie aufgefunden, können sie durch die Markierung wieder
nach Hause geschickt werden.
Ein Tatoo (in der Ohrmuschel) wird unter Narkose gemacht und ist
äußerlich sichtbar, leider aber nicht immer lesbar. Ein Chip
wird unter die Haut gespritzt
(i.d.R. ohne Narkose) und kann mit speziellen Lesegeräten gelesen
werden.
Infos zum Chip findet Ihr z.B. bei Virbac.
Und zu guter Letzt: Ich habe lange Zeit eine Such-Seite
für verlorene Katzen gepflegt. Ich mache das aus Zeitgründen
nicht mehr. Ich wünsche Euch viel Erfolg. Es gibt im Web sehr gute
Suchseiten, z.B. unter
[Tierschutz] [Entlaufen]
[Vermißt] [Zugelaufen]
[Home] [Katzen]
[Galerie] [Katzenlinks] [Toxoplasmose] [Unsauberkeit] [Flöhe] [Sonstiges] [Rainbow Bridge] [Literatur] [Ernährung] [Tierschutz]
[Inhalt]
E-mail: Christel Wysocki
© by Christel Wysocki,
10.10.2003, geändert 19.08.2008