Trockenfutter hilft im Grunde auch nicht gegen Zahnstein. Die Katzen beißen einmal drauf - wenn überhaupt - und dann wird geschluckt. Dabei wird sicher kein Zahnbelag abgerieben.
Bemerkbar macht sich das Problem Zahnstein durch Mundgeruch. Oder sollte ich besser Maulgeruch schreiben? Achtet mal drauf. Normalerweise stinken die Tiger nicht aus dem Mäulchen.
Wenn es jedenfalls dazu kommt, dürft Ihr es nicht ignorieren. Der Tierarzt sollte den Zahnstein entfernen. Das geschieht meist unter Narkose. Bei dieser Gelegenheit wird er sich auch die Zähne und das Zahnfleisch genauer angucken.
Bei hartnäckigen Entzündungen muss leider auch schon
mal ein Zahn dran glauben. Keine Panik! Die Katzen kommen auch mit
weniger
Zähnen oder ohne Zähne klar. Viele verzichten nicht mal auf
ihr
geliebtes Trockenfutter und kauen dann auf den "Felgen".
In der Newsgroup de.rec.tiere.katzen
wird oft über diese Problematik diskutiert. Und ich habe mal
wieder
ein wenig gesammelt. Viele Ideen stammen schon aus dem Jahr 2001, daher
sind nicht mehr alle Produkte erhältlich. Es gibt sicher
mittlerweile auch neue Produkte, die bestimmt auch nicht schlecht sind.
Bevor Ihr zu Experimenten greift, haltet bitte Rücksprache mit dem Tierarzt. Diese Liste soll nur als Anregung dienen und einige Möglichkeiten aufzeigen.
Danke an die vielen aktiven Mitglieder aus der Newsgroup, die
hoffentlich
gegen diese Sammlung nichts einzuwenden haben (ca. aus den Jahren 2001
bis 2004).
Meine prügeln sich auch regelmäßig um Magerquark. Mir wurde von meinem TA mal gesagt, daß dort "kleine Schleifkörper" drin wären, die ggf. Zahnstein verhindern würden.
Was soll ich sagen - zumindest Annie und Gismo haben damit echt kein Problem.
Die Zahnpasta von der Firma Chassot gibt es z.B. mit Hühnchen- und Maisgeschmack.
Ein Tip von Aranka:
"Zum Putzen knie ich mich auf den Boden, die Katze zwischen meine Beine. Ich fange (aus Gewohnheit) immer mit der rechten Seiten an. Dauer: bis ca. 10 Sekunden, länger halten sie nicht ruhig. Dann kommt die nächste Seite dran.Anfangs habe ich die Zahnpasta mit dem Finger entlang der Zahnreihen aufgetragen. Nach Gewöhnung hat jede Katze ihre eigene Zahnbürste erhalten, die vierteljährlich ausgewechselt wird und regelmäßig in medizinischem Mundwasser desinfiziert wird. Da medizinisches Mundwasser an sich giftig für Katzen ist, muß die Bürste immer gut gespült werden."
"Hmm, wie wärs denn mit einer "old cat fashioned" Ernährungsergänzung?Iris hat ebenfalls Vorschläge für ein Kau-Zusatzangebot:Z.B. Knochen (Reste des Menschenessens, z.B. Kotelett, Lammbein, Rückenteile vom Kaninchen, Geflügelhälse, jedoch in keinem Falle Hohlknochen, die können übel splittern) sowie Sehnen und durchwachsene Fleischabfälle vom Parieren des Fleisches (bei Rohfleisch solltet Ihr auf Schwein und Geflügel von Farmen verzichten), Fischköpfe und -Schwänze (geben schön kroß gebraten prima Katzenchips) und ab und an ein Stückchen Speckschwarte (bester Katzenkaugummi wo gibt) und die Katze wird wieder zum Raubtier und kann endlich einmal zeigen, was in ihrem Gebiß steckt (und wird dabei problemlos den Zahnstein los).
Nebenbei erreicht man auf diesem Wege auch eine natürliche Aufnahme vieler notwendiger Mineral- und Faserstoffe (z.B. Kalzium), ferner wird auch Darmträgheit bestens vorgebeugt."
"Das mit dem Trockenfutter gegen Zahnstein halte ich eher für ein Gerücht. Viel besser ist z.B. getrocknete Rinderlunge, Muskelfleisch (vom Rind: roh oder gekocht und mausgroß dargeboten) und ähnliches. Also Fressen, bei dem die Katze auch wirklich was zu kauen hat.Merle hat für einen ihrer Kater was Tolles zum Kauen gefunden:Aber nicht während einer akuten Zahnfleischentzündung."
"Purer Zufall war, daß ich entdeckt habe, daß er Rinderschlund klasse findet. Ist eigentlich für Hunde gedacht. Ich habe es unter Rinderschlund oder unter Dörrfleisch gekauft. Wichtig bei meinem Kater ist das es so platte, ausgedörrte Teile sind. Wenn die mehr rundlich werden, beißt er die auch nicht. Dieses Dörrfleisch ist also getrocknet, ziemlich flach, und das beißt er ganz arg und reibt damit den Zahnstein ab. Hilft bei ihm supertoll. Er liebt das Zeug, beißt es, entfernt sozusagen somit selber den Zahnstein und alle sind glücklich."
"Ich habe gerade noch mal nachgelesen und zitiere:Svenja schreibt:"Vitamin C wird beim Aufbau von Bindegewebe und gesundem Zahnfleisch gebraucht. Es verbessert die Immunität, hilft gegen Allergien und Arthritis und beugt Harngrießbildung vor. Als fertiges Vitamin C-Präparat ist Ester-C mit Spirulina zu empfehlen (im guten Fachhandel). Eine Überdosierung ist nicht möglich."
Das scheint ja ein Allroundmittel zu sein. Mich interessiert jetzt auch besonders die Harngrießbildung. Ich werde mit unserer TÄ sprechen, inwieweit es sinnvoll ist, regelmäßig -als Vorbeugung- Vitamin C zu geben."
"Und noch mal hallo, für alle die auch eine Katze mit Zahnfleischproblemen haben, ein guter Tip: Vitamin C in katzengerechter Dosierung. Wer hier schon länger mitliest, weiß, daß meine MC Nessi seit ihrem Zahnwechsel an einer Zahnfleischentzündung leidet, da - wie die Tierärztin feststellte - der Zahnschmelz total zerstört ist. Dies ist anscheinend bei MCs aus bestimmten Linien genetisch zumindest mitbestimmt.Eine Weile hab ich ihr die Zähne geputzt, nicht sehr konsequent, zugegeben. Zeitgleich habe ich das Futter umgestellt... Da wurde es auch besser, aber nicht so ganz. Meine Tierärztin meinte jedenfalls, die Katze würde ewig an Gingvitis leiden. Von wegen!
Seit vier Wochen gebe ich Nessi 2 x tägl. diese Vitamin-C-Tabletten für Kinder aus Finnland, die CC mir empfohlen hat (das ist wirklich keine Werbung - es hat einfach geholfen, was soll ich sagen ;-). Ich hatte mir während dieses Monats geschworen, nicht ins Maul zu schauen, da man kleine, schleichende Veränderungen ja anders (weniger) wahrnimmt als große. Heute hab ich´s dann doch getan. Kein Mundgeruch mehr und nur noch an einem Backenzahn eine ganz dünne rote Linie! Ich kann natürlich nicht beschwören, daß es das Vitamin C war, aber irgendwie sieht es doch ziemlich danach aus.
Die Tabletten sind so klein (2 Millimeter Durchmesser), daß ich sie unauffällig zwischen einem Stück Frischkäse oder im Futter verstecken kann. Sind außerdem geruchsneutral, das erleichtert die Sache zusätzlich ;-)
Aber tut mir bitte einen Gefallen: Nicht selbst mit Vitamin C herumdoktern, erst beraten lassen, z. B. vom Vet. Ich habe keine Ahnung, wie sich Überdosierung bei Katzen auswirkt!"
Anmerkung: Zu Vitamin C siehe auch die Informationen von Cats Country im Info-Bereich.
Anmerkung: Ich bekomme immer wieder Anfragen, wo es diese
Vitamin-C-Tabletten gibt. Ich weiss es nicht. Ich habe sie nie
verwendet. Es gibt heute (2009) bestimmt geeignete Alternativen.
Sprecht mit Eurem Tierarzt und seht Euch z.B. unter
Nahrungsergänzungsmitteln für Katzen um.
Tcatlike schreibt zur Frage nach Naturmedizin bei Zahnfleischentzündungen:
"Du kannst es mit Homöopathie versuchen. 3 x täglich Mercurius sublimatus corrosivus D12 verabreichen, am besten als Globuli ins Futter mischen. Solltest Du in jeder Apotheke bestellen können.Auch Iris hat ähnliche Erfahrungen mit Homöopathie bei Zahnfleischentzündungen:Falls Deine Katze sich das gefallen läßt, könntest Du auch Calendula-Tinktur (1:10 verdünnt) anwenden. Mit einem Wattestäbchen auf das Zahnfleisch auftragen.
Diese Tips stammen aus dem Buch "Katzen auf natürliche Weise heilen" von Claudia Moeller, 1998 im Falken-Verlag erschienen. Hat mir in anderen Fällen bereits gute Dienste erwiesen."
"Du kannst es mal mit folgenden homöopathischen Mitteln probieren:Gaby schreibt:Mercurius solubilis D6 - 3 x täglich (geschwollenes, leicht blutendes Zahnfleisch, evtl. weiß-grau belegte Zunge, breiiger Stuhl, vermehrter Durst)
Kreosotum D6 - 3 x täglich (bei riechender Zahnfleischentzündung mit blutender Schleimhaut und Sekret.
In Tablettenform oder als Globuli kaufen (in der Apotheke) und pro Gabe 1/2 Tablette in ein wenig (Plastiklöffel) Wasser auflösen und übers Futter tropfen oder ca. 8 Globuli einfach übers Futter streuen. Wenn du eine ganz zahme Katze hast, kannst du es ihr auch direkt ins Mäulchen geben, das wär dann ganz und gar optimal.
Das sind die Standardmittel bei einer nicht chronischen, akuten Zahnfleischentzündung. Du solltest das eine oder das andere (oder auch beide zusammen, schaden tuts in keinem Fall) etwa 10 Tage lang geben. Nach 3 - 4 Tagen sollte eine deutliche Besserung bemerkbar sein, sonst ist es das falsche Mittel.
Äußerlich kannst du der Katze mit Salbeitee- oder auch Kamilletee-Spülungen helfen. Lauwarm mit einer Einmalspritze (natürlich ohne Nadel) ins Mäulchen geben, ggf. auch einfach anstelle von oder zusätzlich zum Trinkwasser."
"Abgesehen von der Notwendigkeit der Ursachenklärung (TA) kannst du versuchen, zusätzlich die Entzündungen des Zahnfleischs zu bekämpfen.Bec hat noch eine Alternative:Dazu 2 Tropfen Kamillentinktur (Apotheke oder Drogerie) in ca. 6 ml gut warmes (nicht heißes!!) Wasser geben, vermischen, mit Einwegspritze ohne Nadel (Apotheke, 2ml) aufziehen und der Katze langsam seitlich hinter die Lefzen spritzen.
Die Katze sollte die Mischung nicht trinken, es ist als Spülung gedacht. Ein Handtuch auf deinen Knien schont die Hose...
Das ganze 2 bis 3 mal täglich. Mich hat der Erfolg verblüfft. Allerdings: Damit ist dein Problem nicht gelöst! Chronische Zahnfleischentzündung kann nicht nur auf andere Krankheiten hindeuten, sondern sie erst entstehen lassen (z.B. Niereninsuffizienz). Wohl klar, wo doch dabei ständig Bakterien in die entzündeten Schleimhäute geraten."
"Beim Menschen gibt man bei Zahn- und Zahnfleischentzündungen meistens Chamomilla. Das gibt es als Globuli in der Apotheke (die Hom. führt!) zu kaufen. (Sprich also zum Apotheker: Chamomilla Globuli, C30 oder C200).Jessi empfiehlt bei Zahnfleischentzündungen:
Mische bei jedem Fressen ein bis zwei Kügelchen unter das Futter oder gibs in das Maul ein.Wenn das nicht klappen sollte, löse das Kügelchen im Wasser der Katze auf.
Gutes Gelingen/Besserung!"
"Bei Zahnfleischentzündung hat sich bei mir Kreosot LM VI bewährt. Täglich einen Tropfen aufs Fressen, über mehrere Wochen. Meinem Mecki ist das Blut schon aus der Schnauze gespritzt, wenn er sich geschüttelt hat. Jetzt, nach 4 Wochen, ist es fast weg. ich werde das jetzt immer aufs Futter geben, daß es nicht wiederkommt. Ist übrigens homöopathisch."Birgit schreibt:
"Meine Mieze hat auch 'ne chronische Zahnfleischentzündung und mit 2 Jahren schon 2 Zähne eingebüßt. Sie bekommt immer Hepar Sulfuris - D30. Eine Tablette am Tag. Damit kann ich die Entzündung im Zaun halten. TA meint, sie müßte es ein Leben lang nehmen. 80 Tabletten kosten nur 12,95 DM, und es ist in jeder Apotheke zu bekommen.Nicole schreibt:
Falls Dein Moritz es sich gefallen läßt, kannst Du ihm auch Traumeel-Salbe auf das Zahnfleisch cremen, das wurde mir von einer Heilpraktikerin empfohlen.
Viel Glück mit den Behandlungen."
"Mein Kater hatte über fast 2 Jahre sehr starke Zahnfleischentzündung. Ich habe viel Zeit mit ihm beim Tierarzt verbracht und viele zum Teil sehr teure Medikament ausprobiert. Genützt hat es leider nichts, nicht mal als mehrere Zähne gezogen wurden, wurde es besser. Erst als ich von einer Apothekerin den Tipp bekommen habe Baptisia D6 auszuprobieren, hat es keine 2 Wochen gedauert, bis mein Kater endlich wieder normal fressen konnte. Ich habe meinem Kater 3 mal täglich ca. 6 Kügelchen aufs Nassfutter gestreut. Wenn es etwas mehr oder auch mal etwas weniger sind, ist das nicht schlimm."
"Solltest Du mit "Zahnfleischerkrankung" eine Zahnfleischentzündung meinen, dann gibt es eine Paste namens Dentisept. Dies ist zwar nur ein harmloses Desinfektionsmittel, hat aber eine neuartige Formulation. Es ist so zäh, daß es auf das Zahnfleisch aufgebracht, nur sehr, sehr schwer abgeleckt werden kann. Es kann also sehr lange am Entzündungsort seine Wirkung entfalten. Nachteil, Dentisept gibt's nur beim TA.Wenn alle Stricke reißen sollten, dann gibt es immer noch die Möglichkeit der Cortisongabe. Dies sollte aber nur dann versucht werden, wenn sonst nichts fruchtet, da die Nebenwirkungen nicht unerheblich sind."
"Eine Bekannte hat sehr viel Erfolg bei Zahnfleischentzündung mit Calcium, das sie unter das Futter mischt."